Symposium – Neue Relevanz

Neue Relevanz – Symposium zur Zukunft kleiner Stadtmuseen
21. September 2018, 11 Uhr –  Werne, Altes Rathaus

Stadt- und Heimatmuseen sind vielerorts unzweifelhaft bedeutende Orte der historischen Rückschau und erfüllen durch ihren Beitrag zur Heimatkunde und Geschichtsvermittlung einen öffentlichen Auftrag.

In der öffentlichen Wahrnehmung reichen die gegenwärtig angebotenen Formate und Inhalte in vielen Fällen jedoch nicht mehr aus, um die Förderung aus den knappen kommunalen Haushalten zu legitimieren. Neue Vermittlungsangebote und Nutzungsformate aus den schrumpfenden Budgets zu erstellen, ist eine besondere Herausforderung. Zudem scheinen klassische Vermittlungsansätze zunehmend ins Leere zu laufen, da Nutzungsmuster und Interessen der Besucher sich stark verschoben haben.

Wie können wir im jeweils gegebenen Rahmen noch agieren? Welche neuen Ansätze gibt es für zeitgemäße Vermittlung? Welche Rolle wollen wir in Zukunft in der Stadtgesellschaft übernehmen?

Am 21. September wollen wir diese Fragen gemeinsam diskutieren, Anregungen sammeln und mit Profis neue praktische Ansätze erarbeiten.

Zur  Anmeldung

Programm
Begrüßung und Input Auftaktvortrag
Prof. Dr. Holger Simon (Pausanio), Visionen für das Stadtmuseum der Zukunft

Roundtables / Workshops I
„Screens, Touchpads, Handys: Wie man digitale Tools nachhaltig einsetzen kann“ (Stefanie Kinsky, C/O Berlin)
„Immer nur dieselben: Wie es gelingen kann, neue Besuchergruppen anzusprechen“ (Gülay Gün, Museum der Arbeit)
„Der Raum ist dein Freund: Wie man mit einfachen Mitteln wirkungsvolle Inszenierungen erreicht“ (Sarah Stella Bäcker und Irene Kriechbaum)

Pecha Kucha                                  
Daniela Brechensbauer, MKK Dortmund: Der Kinderbeirat
Dr. Katharina Hülscher und Christina Steuer, Geschichtsmanufaktur: Öffnung als Herausforderung
Kathrin Strotmann, Münsterland e. V.: Apokalypse Münsterland-Projekt
Dr. Hanna Hinrichs, StadtBauKultur NRW: Stadt – ein Thema für alle

Roundtables / Workshops II
„Screens, Touchpads, Handys: Wie man digitale Tools nachhaltig einsetzen kann“ (Stefanie Kinsky, C/O Berlin)
„Immer nur dieselben: Wie es gelingen kann, neue Besuchergruppen anzusprechen“ (Gülay Gün, Museum der Arbeit)
„Der Raum ist dein Freund: Wie man mit einfachen Mitteln wirkungsvolle Inszenierungen erreicht“ (Sarah Stella Bäcker und Irene Kriechbaum)

Wrap Up

Die Referenten
Prof. Dr. Holger Simon, Pausanio, Köln

geb. 1969, Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Pädagogik in Köln, 1998 Promotion in Kunstgeschichte, 1998-1999 Volontariat am Museum Schnütgen Köln, 1999-2008 Hochschulassistent am Kunsthistorischen Institut in Köln, 2007 Habilitation, Lehraufträge an den Hochschulen Köln, Düsseldorf und Krems, seit 2013 außerplanmäßiger Professor für Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Holger Simon gründete diverse Internetprojekte wie z.B. www.prometheus-bildarchiv.de (seit 2001), www.historischesarchivkoeln.de (seit 2009) und www.audioguideportal.de (2009). Er ist seit 2009 geschäftsführender Gesellschafter der Pausanio GmbH & Co. KG (www.pausanio.com), die digitale Anwendungen und Strategien für Kultureinrichtungen entwickelt und diese in den Changeprozessen begleitet und coacht. Seit 2013 ist er Direktor der Pausanio Akademie für Cultural Entrepreneurship (www.pausanio-akademie.de) in Köln. 2014 wurde er von der Gesellschaft für Informatik und dem BMBF als einer von 39 „digitalen Köpfe Deutschlands“ ausgezeichnet.

Stefanie Kinsky, Expose Berlin, Berlin

 Stefanie Kinsky studierte in Berlin und Potsdam Medienwissenschaft und Museumsmanagement. Seit 2012 leitet sie den Bereich Online-Kommunikation am renommierten Ausstellungshaus für Fotografie C/O Berlin. Sie ist außerdem als freie Beraterin für Kultur- und Bildungseinrichtungen tätig und begleitet Institutionen auf ihrem Weg in die digitale Welt. Von 2014 bis 2018 war sie Projektleiterin der Fachtagung „FOCUS: Museum“ im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg.

Gülay Gün, Museum der Arbeit, Hamburg

Gülay Gün, Master of Arts, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin, studierte in Bremen, Frankfurt/Oder und Istanbul. Als Ausstellungsmacherin war sie u. A. für das MARKK und die Stiftung Historische Museen Hamburg tätig. Ihre Interessenschwerpunkte sind kritisches Weißsein, kollektives Gedächtnis und Erinnerungskultur in einer post-migrantischen Gesellschaft. Daraus entwickelte sie Ihren aktuellen Schwerpunkt Führung im Museum und (Diversity) Change Management. Wenn genug Zeit ist, arbeitet sie auch an ihrer Promotion zum Thema Shoah-Gedächtnis in der Türkei.

Sarah Stella Bäcker und Irene Kriechbaum, studioachtviertel, Berlin

Als Architektin und Kommunikationsdesignerin arbeiten wir an der Schnittstelle von Raum, Grafik und Vermittlung. Unter dem Namen studioachtviertel denken, gestalten und realisieren wir seit 2013 gemeinsam vor allem Projekte, die nach dem Wert von öffentlichem Raum fragen. Welchen Beitrag können wir als Designinnen zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen? Wie gestaltet man Begegnungen?
Wir arbeiten partizipativ, forschend, vor Ort und direkt. Uns interessiert dabei, wie kulturelle Aktivitäten mit Interessen der Zivilgesellschaft verknüpft werden können und Beteiligte gewonnen werden können, die fernab der klassischen Zielgruppe stehen.
Was passiert, wenn ein Museum temporär seine Mauern verlässt und Präsenz im öffentlichen Raum zeigt, haben wir im Projekt Museum öffne dich! ausgelotet. Das Experimentieren mit Formaten der Museumarbeit findet in Stadt Land Flucht eine Fortsetzung.
Neben diesen praxisnahen Forschungsprojekten gestalten wir Räume, Ausstellungen, Bücher, Plakate, Identiäten und Websites. Gemeinsam, für Agenturen, und zwischendrin auch jeder für sich.

Kooperationspartner ist die Zukunftsakademie NRW, die Veranstaltung wird unterstützt durch StadtBauKultur NRW.

 

 

 

Die Veranstaltung findet in Medienpartnerschaft mit Kulturmanagement Network statt.